PHILOSOPHIE

Wir führen unsere Praxis, wie ich es von meinem Vater kenne. Er und seine niedergelassenen Kollegen unterschieden zwischen strukturell und funktionell bedingten Problemen.
Gut kann ich mich noch erinnern, als Ende der 60er Jahre eigentlich alles Traditionelle in Frage gestellt wurde. Wir Medizinstudenten setzten der Universitätsmedizin die Vorstellungen der Ganzheitsmedizin entgegen. Wir waren damals sehr enttäuscht und auch teilweise verbittert, wie uns die Professoren und deren Assistenten „abbügelten“.
Viele drehten dieser Medizin den Rücken und liessen sich nach dem Staatsexamen ohne die „Veridiotisierung“ an Krankenhäuser nieder. Diese Möglichkeit der Niederlassung wurde Mitte der 90er Jahre abgeschafft aus Gründen der „Qualitätssteigerung“.
Unsere heutige  „Kassenmedizin“  ist die Folge dieser Entwicklung: An der Universitätsklinik wurden nur „linientreue“ Studenten als wissenschaftliche Assistenten bzw. als zukünftige Privatdozenten und Professoren übernommen. Somit konnten erst die Vorstellungen der „Ganzheitsmedizin“ über den „Marsch durch die Institutionen“ an den Universitäten Einzug halten. Durch den Numerus clausus kamen nur noch die „braven“ Abiturienten zum Studium der Medizin. Dadurch wurden „Querdenker“ frühzeitig eliminiert.
Nach dem Universitätsstudium sah man sich gezwungen mindestens 5 Jahre am Krankenhaus „seinen Facharzt zu machen“.  Danach sieht man sich so auf die Virchow´sche Organpathologie ausgerichtet, dass man nur noch an strukturelle Probleme denkt, wenn man auf einen Patienten trifft. Nach der Niederlassung steht man dann vor dem Dilemma, passt man nun den Patienten an das Lehrbuch an oder besser das Lehrbuch an den Patienten. Ob ein 40-jähriger Mensch überhaupt noch einmal komplett umdenken will ist ein anderes, aber nicht unwichtiges Thema. Nach diesem Ausbildungsgang ist ein Arzt nur noch ein Ingenieur des Menschen, aber kein Vertreter der Heilkunst.

Wir in unserer Praxis haben uns jedoch der Heilkunst verschrieben. Wir sehen nicht den Sinn unserer Arbeit darin Medizin anzubieten und betrachten unsere Patienten nicht als (Medizin-)Verbraucher. Den „Lehrsatz“ der Professoren „Erst die ganze Palette der konservativen Maßnahmen ausschöpfen, am Schluss erst steht die Operation“ klingt logisch, kann man nachempfinden und ist blanker Unsinn. Dem Patienten sollen die Behandlungsmöglichkeiten mit ihren Erfolgsaussichten aufgezeigt werden. Eine Palette ausschöpfen bedeutet: „ich habe davon keine Ahnung und wurstle mich durch in der Hoffnung, dass irgendetwas hilft.
Jeder weiß ja auch: „Allein der Glaube kann schon helfen“. Wenn die Operation sofort und endgültig hilft, ist konservative Therapie nur die Verlängerung des Leidenswegs. Am Ende der Therapie eine Operation zu empfehlen, weil alles andere nicht geholfen hat? Solche Gedankengänge sprechen für sich.

Unsere Meinung hierzu ist nicht druckreif. Daher sind uns Patienten willkommen, die offen sind, sich die Ursache ihrer Schmerzen anzuhören. Ob wir ihnen helfen können liegt in der Hand eines anderen. Mit unseren Erfolgen sind wir trotzdem mehr als zufrieden. Leider können wir nichts mit denjenigen anfangen, die mit ihren eigenen Diagnosen, mit einer respektablen OP – Liste kommen und uns erklären wollen, wie Medizin geht. Solche „Berufspatienten“, wie wir sie nennen, sind in anderen Praxen sicher um einiges besser aufgehoben.

KONZEPT

Unser Konzept ist es „Schmerzen zu beseitigen und unnötige Operationen zu vermeiden“.
Die Schmerzen, über die geklagt werden, haben in der Regel strukturelle oder funktionelle Ursachen.
Strukturelle Probleme sind Krankheiten, wie Entzündungen, Stoffwechselkrankheiten, Tumore und Unfallfolgen, die vor allem in der Klinik durch Tabletten, Spritzen oder Operationen behandelt werden.
Funktionelle Probleme sind segmentale Störungen. Diese werden im Rahmen der Ganzheitsmedizin behandelt. 

Unsere speziellen Behandlungsmethoden sind

CHIROTHERAPIE

AKUPUNKTUR

OSTEOPATHIE

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